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Follow-Up

Nach Ende des Interviews ist die Arbeit bei weitem noch nicht erledigt. Wer sich jetzt zurücklehnt und der Dinge harrt, die da kommen, muss sich nicht wundern, wenn das mit dem neuen Job nichts wird. Hier sind einige Ratschläge, die beim Nachfassen nach dem Interview nützlich sind.

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Fragen Sie den Interviewer, wann mit einer Entscheidung über die Besetzung der offenen Stelle zu rechnen ist. Beschaffen Sie sich Titel und korrekte Schreibweisen der Namen aller Personen, die an dem Interview teilgenommen haben. Lassen Sie sich am besten Visitenkarten aushändigen.

Betrachten Sie das follow-up als einen wichtigen Bestandteil Ihrer Bewerbungsaktivitäten. Das kann nämlich den Ausschlag dafür geben dass Sie den Vorzug vor anderen Bewerbern erhalten.

Zeigen Sie Ihre Begeisterung und den Wunsch, die angebotene Stelle zu bekommen. Erwecken Sie aber durch Ihr Verhalten nicht den Eindruck, dass Sie verzweifelt nach einem (neuen) Job suchen.

Wenn Sie sich im Internet umsehen, werden Sie feststellen – oder bereits festgestellt haben -, dass fast jeder Bewerbungsberater empfiehlt, man solle nach einem job Interview einen thank you letter verschicken. Aber nur die Wenigsten tun das auch wirklich. Sie verschaffen sich einen Vorteil, wenn Sie sich für das Interview und die Zeit, die sich der bzw. die Interviewer genommen haben, bedanken.

Fragen, die öfter gestellt werden:

Wirkt es nicht sehr verzweifelt oder schwächt es nicht meine Position, wenn ich einen thank-you letter an den Arbeitgeber schicke?
Nein. Es kommt wirklich sehr selten vor, dass ein Arbeitgeber diese Geste nicht positiv aufnimmt. Die meisten betrachten es als Akt der Höflichkeit, mit dem man sich von der Menge abhebt und demonstriert, dass man wirklich an der Stelle interessiert ist. Und es ist ein Weg, Ihren Namen wieder in Erinnerung zu rufen.

Ist ein thank-you letter wirklich dazu geeignet, meine Chancen zu verbessern?
Es gibt natürlich keine Garantie dafür, dass Sie den Job bekommen, wenn Sie einen thank-you letter versenden. Aber, wie bereits gesagt, man hebt sich von der Menge ab und erhöht durch diese Geste seine Chancen auf eine Zusage.

Gibt es Einwände, den thank-you letter per E-Mail zu verschicken?
Eigentlich nicht. Wenn Sie wissen, dass in der Organisation viel Gebrauch von E-Mail-Versand gemacht wird, ist es durchaus angebracht.

Da ein thank-you letter ja eher ein Beiwerk ist, muss ich mir denn damit wirklich so viel Mühe machen?
Ein thank-you letter muss genauso gewissenhaft verfasst werden, wie das Resume oder der Cover letter. Es soll schon vorgekommen sein, dass jemand in die engere Wahl gekommen ist und den Job eigentlich schon sicher hatte, als dann ein schlampiger Dankesbrief angekommen ist, der gespickt mit Tippfehlern und Rechtschreibfehlern war. Auch für einen thank-you letter gilt, dass man diesen vor dem Versand Korrektur lesen muss, am besten von einer anderen Person.

Gibt es Standard thank-you letters, die man nur abzuschreiben braucht?
Natürlich findet man tausende von Vorlagen im Internet. Nur, ob es wirklich sinnvoll ist, einen Brief einfach abzuschreiben, wird stark angezweifelt. Man kann sich von den Beispielen inspirieren lassen, muss aber doch in jedem Fall eigene Formulierungen benutzen und sich vielleicht auch auf besondere Begebenheiten während des Gesprächs beziehen. Da hilft "abkupfern" nicht viel.

Wenn bei meinem Interview mehrere Leute dabei waren, muss ich dann an jeden einen thank-you letter schicken?
Ja, das ist eine gute Idee. Im Grunde genommen, können Sie jedem den gleichen Brief schicken, sollten aber doch ein oder zwei individuelle Formulierungen darin haben.

Wann sollte ein thank-you letter verschickt werden?
Bleiben Sie am Ball! Schreiben Sie den Brief gleich, wenn sie wieder zu Hause sind und geben Sie ihn spätestens am nächsten Tag zur Post.

Und noch ein paar weitere Gedanken zum Thema:

  • Wenn Sie Referenzen angegeben haben, informieren Sie die Leute, dass sie möglicherweise in naher Zukunft einen Anruf erhalten werden.

 

  • Stellen Sie Ihre Jobsuche nicht ein, auch wenn Sie zuversichtlich sind, dass Sie ein Angebot erhalten werden. Erst wenn Sie den Vertrag unterschrieben in der Tasche haben, ist die Stellensuche zu Ende.

 

  • Telefonische follow-ups sollten innerhalb von sieben bis zehn Tagen erfolgen. Fragen Sie ruhig nach dem Stand des Bewerbungsverfahrens. Betonen Sie nochmals Ihre Eignung für die Stelle.

 

  • Vermeiden Sie jedoch, ungeduldig zu wirken. Das Verfahren dauert mitunter länger, als der Arbeitgeber veranschlagt hatte.

 

  • Versteifen Sie sich nicht auf eine einzige Stelle oder ein Jobinterview. Suchen Sie nach weiteren Stellenangeboten, auch wenn Sie nach einem Interview ein gutes Gefühl haben.

 

  • Im Falle einer Absage wäre es nicht besonders klug, die Türen hinter sich zuzuschlagen. Behalten Sie den Kontakt bei und versuchen Sie, die Situation ins Positive zu kehren. Bringen Sie den Interviewer in Ihr Netzwerk und nutzen Sie gegebenenfalls neue Kontakte, die sich daraus ergeben könnten.

 

 

 

 

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