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Schülervisum für den Besuch öffentlich finanzierter Schulen

Bild: flickr.com

Ausländische Schüler dürfen keine öffentlichen Grundschulen mehr besuchen

Ausländische Schüler mit F-1- (Schüler-) Status dürfen keine öffentlichen Grundschulen (vom Kindergarten bis zur 8. Klasse) besuchen. Daher können zum Besuch solcher Schulen jetzt keine F-1-Visa mehr erteilt werden. Dieses Gesetz betrifft nicht Schüler der Visakategorien J, F2, H4, L2 und jeder anderen Visumskategorie, die den Besuch einer Grundschule oder weiterführenden Schule erlaubt.

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F-1-Schüler, die eine öffentliche Sekundarschule besuchen, müssen ein angemessenes Schulgeld bezahlen

Das neue Gesetz verfügt ferner die Entrichtung von Schulgeld für den Besuch öffentlicher Sekundarschulen von Schülern mit F-1-Status. Daher werden F-1-Visa für den Besuch einer öffentlichen Sekundarschule (Klassen 9 bis 12) nur erteilt, wenn der Antragsteller belegen kann, dass der Schulbehörde der Betrag in Höhe der nicht subventionierten Pro-Kopf-Kosten für die Ausbildung im beabsichtigten Zeitraum des Schulbesuchs erstattet worden sind.

Die Erstattung der Kosten sollte auf dem von der Schule ausgegebenen Formular I-20 (Bescheinigung über den Nichteinwanderungs-Schülerstatus, "Certificate of Eligibility") angegeben werden. Es ist dem Visa-Antrag allerdings zusätzlich ein Beleg über die bezahlte Gebühr beizulegen, da das I-20 nicht als offizieller Zahlungsbeleg angesehen werden kann.

Da F-1-Antragstellern für öffentliche Sekundarschulen, die die Erstattung nicht nachweisen können, ein Visum verweigert werden muss, sollten diese Antragsteller die Erstattung direkt mit der Schulbehörde abwickeln. Schülern, denen in Ermangelung eines Nachweises über das bezahlte Schulgeld ein F-1-Visum verweigert wurde, müssen erneut ein Visum beantragen.

Anmerkung: Es obliegt der Schule festzusetzen, welcher Betrag den in dem neuen Gesetz genannten "vollen Pro-Kopf-Kosten der Ausbildung in Höhe des nicht subventionierten Betrags" entspricht. Daher müssen die Schulbehörden den Steuerzahlern des Bundesstaates und der Kommunen in gutem Glauben eine vernünftige, realistische Schätzung der tatsächlichen Kosten für die Ausbildung des ausländischen Schülers vorlegen. Von der Entrichtung des Schulgelds kann weder jemand ausgenommen noch können Teilbeträge akzeptiert werden.

Schüler, die an einem inoffiziellen Austausch mit einer amerikanischen Schule teilnehmen (bei dem der amerikanische Schüler die Möglichkeit zum Besuch der Schule in einem anderen Land ohne Bezahlung von Schulgeld hat), sind nicht von der Bestimmung ausgenommen, und müssen dem Schulbezirk die Kosten ebenfalls erstatten.

Ausländischen Schülern kann kein F-1-Visum für die Teilnahme an einem öffentlich finanzierten Erwachsenenbildungsprogramm erteilt werden

"Öffentlich finanzierte Erwachsenenbildungsprogramme" können als in oder in Zusammenarbeit mit öffentlichen Sekundarschulen durchgeführte beitragsfreie Programme definiert werden. Sie gelten nicht für Einrichtungen wie Gemeindecolleges, die öffentliche Mittel erhalten, jedoch von den ausländischen Studenten ein Schulgeld verlangen.

Der Besuch öffentlicher Sekundarschulen ist auf 12 Monate begrenzt

Die Begrenzung auf 12 Monate bezieht sich nicht auf den Schulbesuch von Schülern, die vor dem 30. November 1996 F-1-Status hatten. Der Besuch einer öffentlichen Sekundarschule mit einem anderen als dem F-1-Status (z.B. als J-1Austauschschüler) fällt nicht unter die 12-monatige Begrenzung.

Wechsel von einer Privatschule

F-1-Schüler, die seit dem 30. November 1996 von einer privaten zu einer öffentlichen Schule gewechselt sind oder noch wechseln wollen, müssen ebenfalls die Bestimmungen des neues Gesetzes erfüllen. Wenn ein F-1-Schüler von einer privaten Grundschule oder einem öffentlich finanzierten Erwachsenen-Bildungsprogramm zu einer öffentlichen Schule oder einem öffentlich finanzierten Programm wechselt, wird das Visum für ungültig befunden, und der Schüler begeht einen Verstoß gegen den Status. Wenn ein F-1-Schüler von einer privaten Sekundarschule zu einer öffentlichen Sekundarschule wechselt, ohne der öffentlichen Schule die Kosten der Ausbildung in Höhe des nicht subventionierten Betrags zu erstatten, wird das Visum ebenfalls für ungültig befunden und der Schüler hätte illegalen Einwanderungsstatus.

Das SEVIS-Programm
Das Ministerium für innere Sicherheit (DHS) hat eine SEVIS (Student and Exchange Visitor System) Gebühr eingeführt. Sie gilt für alle Antragsteller von F, J und M Visa mit I-20 oder DS-2019 Formularen, die am oder nach dem 1. September 2004 ausgestellt wurden.

SEVIS ist ein Internet-basiertes System, das F, M und J Visa-Teilnehmer (und ihre Familienangehörigen) ab dem Zeitpunkt des Erhalts der ersten Dokumente (entweder das Formular I-20 oder das Formuar DS-2019) bis zum Abschluss/Verlassen der Schule oder Beenden des Austauschprogramms verfolgt.

Visa-Informationsdienst

Weitere Informationen erhalten sie vom Visa-Informationsdienst.

Letzte Aktualisierung: Februar 2014

Quelle: Diplomatische Vertretungen der USA in Deutschland

 

 

 

 

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